Warum ist die Bulimie ein Teufelskreis? 4 Schritte, um ihn zu durchbrechen 

Bulimie ist mehr als nur ein innerer Kampf. Sie ist ein Teufelskreis aus Zwängen, Abhängigkeiten und Dynamiken, die es einem fast unmöglich machen, ohne Hilfe aus ihm auszubrechen. 

Über fast zwei Jahrzehnte war ich selbst darin gefangen. Gefangen in einem Teufelskreis voller Gedanken, Kontrolle und Druck, der sich immer wieder aufs Neue wiederholte: Einkaufen, Fressen, Schuldgefühle, Kotzen, Hungern, Fressen, Schamgefühle, Denken, Schlechtmachen. Der Beginn ist das Ende und das Ende der Anfang. 

Ich erinnere mich noch so genau, wie oft ich mir vorgenommen habe, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Nur um dann am nächsten Tag oder spätestens in der folgenden Woche sofort und oft, ohne es wirklich zu realisieren, wieder darin gefangen zu sein. 

Heute kann ich dir jedoch sagen, dass man aus diesem elenden Teufelskreis aussteigen kann - es ist anspruchsvoll, aber es ist machbar! Auch für dich!

Wo und wie finde ich den Ausstieg aus dem Teufelskreis der Bulimie?

Es ist wichtig, dass du weisst, wo du aus diesem Teufelskreis aussteigen kannst. Und es ist auch wichtig, dass du dir jemanden zur Seite nimmst, der genau weiss, wie du an diesem Punkt aussteigen kannst.

Wahrscheinlich geht es dir genauso wie mir vor über 30 Jahren, als ich ganz tief in der Bulimie gefangen war.

Ich hab mir tausendmal vorgenommen, aus diesem Teufelskreis auszusteigen. Und ich habe mir so oft gesagt: “Das ist das allerletzte Mal, ich steige aus, ich höre auf! Ich kann nicht mehr! Ich will nicht mehr!”

Und was ist passiert? Ohne, dass ich es wollte, habe ich mich plötzlich wieder in derselben Schleife vorgefunden, wieder eine Runde gedreht. Bin wieder völlig erschöpft neben dem Klo zusammengebrochen nach einem weiteren Absturz. Und habe mir wieder vorgenommen: “Das wars jetzt!”

Immer und immer wieder bin ich komplett in diesem Teufelskreis gefangen gewesen. In diesem Strudel, in diesem Zwangsverhalten und der unglaublich machtvollen Abhängigkeit dieser Abläufe. Das ist so eine starke Dynamik. Wenn ich kurze Momente der Ruhe hatte, in denen ich eine echte Verbindung zu mir hatte, wo ich eine ganz kurze Sequenz lang das echte Leben fühlte, sagte ich mir: “Ich steige aus, ich höre auf! Diesen Teufelskreis mache ich nicht mehr mit.”

Und dann bist du wieder drin. Alles geht von vorne los, geht weiter, dreht weiter, läuft weiter. 

Gerade weil die Dynamik so unglaublich stark ist, ist es ganz, ganz wichtig, dass du jemanden an deine Seite nimmst, der sich mit dem Teufelskreis der Bulimie auskennt. 

Damit es nicht bei diesen 1.000 Malen bleibt, an denen du dir nur vornimmst, auszusteigen. 

Damit sich wirklich etwas tut.

Damit du, wenn du dich heute entscheidest, auszusteigen, wirklich weisst, wo und wie du anfängst.

Damit du jemanden an deiner Seite hast, der dich an die Hand nimmt und dich achtsam und mit einem klaren Konzept aus diesem Teufelskreis heraus begleitet.

So kannst du es schaffen. 

Ich habe es im Mai 2004 geschafft und begleite nun mit diesem Schatz an Wissen und Erfahrung, verpackt in ein ganzheitliches Konzept, seit vielen Jahren Frauen auf dem Weg aus der Bulimie. Hier findest du meine Geschichte.



Die Dynamik des Teufelskreises der Bulimie und die ersten Schritte heraus

Es ist wichtig, den Teufelskreis der Bulimie zu verstehen und ihn mehr und mehr im Ablauf der Planung und der Gedanken zu erkennen und zu durchschauen. Das sind die ersten Schritte heraus:


1. Schritt: Nimm Hilfe an

Der erste wichtige Schritt auf dem Weg zur Befreiung ist zu realisieren, dass du gefangen bist.

Sich einzugestehen, dass man da alleine nicht mehr rauskommt, ist ein unglaublich mutiger und sehr wichtiger Schritt. 

Es erfordert grossen Mut, sich selbst einzugestehen, dass man Hilfe benötigt. Wenn du bereits an diesem Punkt angekommen bist, darfst du sehr stolz auf dich sein.


2. Schritt: Beobachte deine täglichen Routinen

Beobachte aufmerksam deinen Tagesablauf. Vielleicht kannst du erste Auslöser und Muster für dein Verhalten erkennen? 

Werde dir bewusst, was vor oder nach den Fressanfällen geschieht. Und vor allem, wann, wie viel im Voraus und wie genau du deine Fressanfälle (oder exzessiven Sportsessions) planst.

Vielleicht beginnt der Tag gut, aber irgendwann kippt etwas. Plötzlich findest du dich im Supermarkt wieder, mit einem vollgepackten Einkaufswagen oder hast bereits einen Fressanfall hinter dir und sitzt völlig erschöpft neben dem Klo?

Du darfst dir in der Beobachtung mehr und mehr bewusst werden, wo es anfängt. 

Sobald du diese Abläufe besser erkennst, kannst du rechtzeitig mit kleinen veränderten Verhaltensweisen gegensteuern.


3. Schritt: Veränderung der Abendroutine

Veränderungen beginnen oft am Abend zuvor. Wenn du nachts wach liegst. Geplagt von Hunger oder gestresst von den Plänen für den nächsten Tag. Und bereits im Kopf deinen nächsten Fressanfall für morgen planst. 

Durchbrich diesen Kreislauf ganz bewusst und höre z. B. eine Meditation oder beruhigende Musik. Diese findest du frei verfügbar auf Plattformen wie Youtube oder Spotify. Wähle zum Beispiel Musik mit einer 432-Herz-Frequenz. Das hilft dir, zur Ruhe zu kommen.

Diese kleinen Veränderungen können dir helfen, den Zyklus der Gedanken, Zwänge und eingefahrenen Dynamiken zu durchbrechen. 

Entspannungstechniken am Abend können auch dazu beitragen, deine Gedanken zu beruhigen und einen besseren Schlaf zu finden.


4. Schritt: Präsenz am Morgen und positive Routinen

Starte den Tag bewusst und präsent. Wie du deinen Morgen gestaltest, kann deinen ganzen Tag beeinflussen. Versuche, beim Aufwachen im Hier und Jetzt zu sein. Schau zum Fenster hinaus, beobachte die Natur oder deine Umgebung und nimm dir einen Moment der Ruhe, ganz alleine für dich. 

Frage dich: Was zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht? Was ist heute auf meiner Agenda? Worauf habe ich Lust? Was fühle ich? Wie geht es mir?

Statt in alte Muster zu verfallen und den Plan von gestern Abend bereits wieder im Kopf zu haben, starte den Tag mit einem Lächeln in den Spiegel und begrüsse dich herzlich. Wünsche dir selbst einen wunderschönen guten Morgen. Frage dich: Wie geht es dir? 

Sich selbst anzulächeln mag zunächst sehr seltsam erscheinen, aber es ist ein mächtiges Werkzeug und es kostet absolut nichts. Statt deinem Körper einen abwertenden und kritischen Blick zuzuwerfen, sende dir einfach ein kleines Lächeln. Mach das gerne mehrmals am Tag - es hilft und wirkt Wunder ❤️.


Fange an, Dinge anders zu tun 

Aussteigen aus dem Teufelskreis hat ganz viel damit zu tun, anzufangen, Dinge anders anzugehen sowie andere Sichtweisen und Denkmuster zu nutzen. Denn wenn du Dinge immer wieder gleich tust, bist du auch immer wieder darin gefangen. Das hat schon Herr Einstein gewusst:

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“ – Albert Einstein.

Schon kleine Dinge helfen. Dinge, bei denen du jetzt vielleicht denkst: “Ja, gut, mich im Spiegel anzuschauen und mich anzulächeln... das ist super schräg.”

Ich verspreche dir, wenn du das 30 Tage tust, dann verändert sich auf jeden Fall etwas in deinem Herzen, in einem Fühlen, in der Verbindung zu dir und deinem Körper. Und das mit null Zeitaufwand. Es kostet vielleicht zehn Sekunden, dich im Spiegel anzulächeln. Wenn du es 10 Mal am Tag machst, dann sind das 100 Sekunden - von insgesamt 86400 Sekunden, die ein ganzer Tag hat.


Ausdauer und Geduld 

Achtung: Es wird sich nichts verändern, wenn du es nur ein oder zwei Mal machst. Trainieren und integrieren ist der Geheimcode. 30, 60, 90-Tage-Training ist quasi Pflicht! 

Du kannst selbst entscheiden, ob diese 100 Sekunden am Tag einen Versuch wert sind, dein Leben leichter und liebevoller zu gestalten und die ersten Schritte auf dem Weg aus der Bulimie zu gehen ❤️.

Die Dynamik, die Kraft und das Eingebrannt sein deiner Routinen sind schon so stark verankert. Veränderungen brauchen Zeit und Kontinuität. Auf dem Weg aus der Bulimie,  um den beherrschenden Teufelskreis zu beenden, sind Geduld, Vertrauen und Loslassen unglaublich wichtig. 

Sei dir bewusst, dass der Ausstieg aus dem Teufelskreis der Bulimie ein Prozess ist, der Zeit braucht und nicht von heute auf morgen möglich ist, um langfristig wirklich frei zu sein. 

Bleib dran und halte durch, auch wenn es dir manchmal mühsam und schwer erscheint. 

Es ist auch total okay und völlig normal, Rückschläge zu erleben. Wichtig ist dabei, dass du weitermachst, dich wieder auf den Weg begibst, auf dem du warst und nie aufgibst. 

Mit der Zeit werden sich neue Gewohnheiten festigen und du wirst mehr und mehr positive Veränderungen in deinem Leben und in deinem Alltag erkennen.

Die entscheidenden Schritte auf dem Weg aus dem Teufelskreis der Bulimie liegen in Achtsamkeit, Selbstreflexion und der Veränderung der eingespielten Sicht- und Denkweisen. Und darin, diese Dinge über einen längeren Zeitraum hinweg bewusst neu zu trainieren und in den Alltag zu integrieren.

Wenn du jetzt bereit bist und mutig den ersten wichtigen Schritt wagst, um aus dem Teufelskreis der Bulimie auszusteigen, eröffnen sich dir völlig neue Möglichkeiten. 

Du schenkst dir selbst damit so viel mehr Lebensqualität. Dein Leben wird erfüllt mit Freude und die Verbindung zu deinem Körper wird achtsamer, liebevoller und umsorgender.

Du lernst, wieder zu geniessen und echte Verbindungen zu schaffen - zu dir selbst, deinem Körper, deinem Leben und anderen Personen.


Du musst den Teufelskreis der Bulimie nicht alleine durchbrechen - ich nehme dich von Herzen gern ein Stück auf diesem Weg an die Hand

Für die meisten Frauen, die unter Bulimie leiden, ist es eine unglaublich wertvolle und grosse Hilfe, jemanden an ihrer Seite zu haben, der den Weg kennt und genau weiss, wo es langgeht.

Vor 30 Jahren war ich dort, wo du vielleicht heute stehst.

Ich habe in den letzten Jahren über 400 Frauen auf ihrem Weg aus der Bulimie begleitet. Wenn auch du dir Unterstützung wünschst, lade ich dich ganz herzlich zu einem einmalig kostenlosen Freiheitsgespräch ein. 

Mein Expertenteam und ich werden mit dir gemeinsam die nächsten Schritte planen und dir helfen, den Teufelskreis endgültig zu durchbrechen. Damit du dein Leben bald wieder richtig frei, selbstbestimmt und glücklich genießen kannst. 

Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen und dir zu zeigen, wie du den Weg dahin gehen kannst.

Es ist wichtig, dass du hinschaust und anfängst, Schritt für Schritt Dinge in deinem Leben zu verändern. Dann verändert sich langsam alles um dich herum. 

Es ist auch für dich möglich, aus dem Teufelskreis der Bulimie auszusteigen.

Auch für Angehörige finden regelmässig Calls statt. Hier findest du weitere Infos dazu.

Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe. Du schaffst das!



Video: Warum ist die Bulimie ein Teufelskreis?

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